Weniger Zwiebeln aufgrund von Trockenheit

Heimische Sommerzwiebeln

Weiße Zwiebeln
pixabay.com

Zwiebeln stehen auf Platz 3 der beliebtesten Gemüse - direkt hinter Tomaten und Möhren. Gut 95 Prozent der deutschen Zwiebelproduktion entfallen auf Sommer-Sähzwiebeln, die vorwiegend im August und September geerntet werden.

Nach Angaben des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) liegen Zwiebeln mit einem Kopf-Verbrauch von 8,8 Kilogramm Frischware (einschließlich Verarbeitungserzeugnissen) auf Platz 3 der meistgekauften Gemüsearten. Rund 75 Prozent der Gesamtproduktion kommen in Kühlläger und reichen bis ins Frühjahr. Allerdings hat die Trockenheit auch für die Zwiebelernte Folgen: 2018 gingen die Erträge um 10 Tonnen pro Hektar zurück.
 
Mehr als 130.000 Tonnen weniger Zwiebeln als im Vorjahr
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes verzeichnet die deutsche Anbaufläche für Speisezwiebeln (Trockenzwiebeln und Schalotten) seit vielen Jahren erstmals einen leichten Rückgang: 2018 lag sie bei 11.368 Hektar. Die Produktionsmenge ging von 541.354 Tonnen (2017: 11.781 Hektar) auf 409.504 Tonnen ebenfalls zurück. Der Grund hierfür ist neben der Flächenabnahme die lange Trockenperiode im Jahr 2018, die zu einem Ertragsrückgang von 46 auf 36 Tonnen pro Hektar führte. 89 Prozent der Gesamtfläche im Zwiebelanbau liegen in Niedersachsen und Bayern, gefolgt von Rheinland-Pfalz, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt.
 
Tipps für die richtige Lagerung und tränenloses Schneiden
Beim Kauf von Zwiebeln sollten Verbraucher auf eine trockene Außenhaut achten, was sich bei Netzware leicht per Rascheltest prüfen lässt. Aufbewahrt werden Zwiebeln am besten in kühler, trockener Umgebung. Im Kühlschrank oder Plastikbeutel sollte das Gemüse nie gelagert werden.
Für Tränen beim Zwiebelschneiden sind die in der Zwiebel vorhandenen Senföle verantwortlich. Werden die Zellen zerstört, wird das Enzym Alliinase freigesetzt. Es wandelt die geruchlose Vorstufe Alliin in das stechend riechende Allicin um, das die Schleimhäute reizt und Tränen fließen lässt. Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) rät zu einem scharfen Messer, damit weniger Zellen verletzt werden. Auch soll es helfen, Messer, Schneidebrett und Zwiebel kurz in kaltes Wasser zu tauchen oder sie unter Wasser zu schälen und anzuschneiden.
Quelle: www.bzfe.de

Zurück