Endivie schmeckt warm und kalt

Endivie - mehr als nur Salat

Endivie

Endivie kennen Viele nur als Salat. Doch das frische Grün kann viel mehr: So eignet sich die Endivie mit ihrem herzhaft-würzigen Aroma auch für die warme Küche, z.B. im Risotto, in Eintöpfen oder als Beilage.

Die Endivie zählt zu den Zichoriengewächsen und ist eng mit Chicorée und Radicchio verwandt. Im Gegensatz zu vielen anderen Salaten bildet die Endivie keinen geschlossenen Kopf, sondern eine Rosette. Die Außenblätter sind intensiv grün gefärbt, während das Herz hellgelb, zart und weniger bitter bleibt. Das gelingt durch Abdecken mit weißen Hauben kurz vor der Ernte. Es wird zwischen der glatten Endivie (Eskariol) und krausen Endivie (Frisée) unterschieden.

Endivie schmeckt kalt und warm
Die Rheinländer essen ihre Endivie am liebsten „untereinander“, also vermengt mit Kartoffeln. Dazu werden zunächst Kartoffeln in Salzwasser gekocht und mit etwas warmer Milch zu Püree gestampft. Dann brät man Zwiebeln und Speckwürfel an. Die gewaschene Endivie schneidet man in feine Streifen. Anschließend alles vermengen und mit Salz, Pfeffer und einem guten Schuss Essig abschmecken. Dazu können Frikadellen oder Matjesfilets serviert werden. Auch als warme Beilage zu Fleisch, Fisch oder Meeresfrüchten eignet sich das frische Grün der Endivie, ähnlich wie Spinat, sehr gut. Ein gebratener Endiviensalat mit Pinienkernen, Kapern, Oliven und Rosinen ist eine leckere Vorspeise. Kalt schmeckt die Endivie roh in einem bunten Salat mit Möhre, Roter Bete, Äpfeln, Orangen, Käsestückchen oder gehackten Nüssen. Dazu passt eine Vinaigrette oder ein leichtes Dressing auf Zitronenbasis.

Zubereitung von Endivie
Vor der Zubereitung reinigt man die ganzen Blätter unter fließendem, kaltem Wasser, bevor sie in feine Streifen oder Stücke geschnitten werden. Frisée wird auch gerne gezupft. Wer den bitteren Geschmack etwas mildern möchte, entfernt die dicken Blattansätze oder legt die Blätter kurz in lauwarmes Wasser. Beim Salat hilft etwas Zucker im Dressing.

Heimische Produkte von Mai bis November
Endivie aus heimischem Freilandanbau gibt es von Mai bis November. Die beste Wahl sind Rosetten mit frischen, knackigen Blättern und einem großen, hellen Innenteil. Wer nicht den ganzen Kopf auf einmal verbraucht, kann den Rest im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahren. In ein feuchtes Küchentuch eingewickelt bleibt der Salat zwei bis drei Tage frisch. Die Endivie ist reich an Beta-Carotin, B-Vitaminen, Folsäure, Kalzium und Kalium. Die enthaltenen Bitterstoffe fördern die Verdauung und regen den Appetit an.

Quelle: Heike Kreutz, www.bzfe.de 
Foto: pixabay.com

 

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