Kartoffeln sind vielseitig und gesund

Kartoffel - die vielseitige Knolle

Kartoffeln haben eigentlich immer Saison und sind vielseitig zu verwenden. Die schmackhaften Knollen eignen sich nicht nur als Beilage, man kann auch leckere Hauptgerichte daraus zaubern. Aber Kartoffeln lassen sich nicht nur auf viele verschiedene Arten zubereiten - sie sind außerdem sehr gesund...

Kartoffeln sind prallgefüllt mit Nährstoffen, Vitaminen und Mineralstoffen. Sie gehören ebenso zu einer ausgewogenen, vollwertigen Ernährung wie Gemüse, Obst, Fleisch, Eier und Käse. Die sehr gesunden Knollen enthalten:

Kohlenhydrate
Wichtigstes Kohlenhydrat der Kartoffel ist die Stärke, die erst durch Kochen als leicht verdauliche Energiereserve verwertbar ist. Unverdauliche Kohlenhydrate – die Ballaststoffe - sorgen für eine funktionierende Verdauung.
Eiweiß
Die Kartoffel liefert Eiweiß zwar in bescheidener, dafür aber in umso wertvollerer Menge. Sie hat von allen pflanzlichen Eiweißlieferanten den höchsten Anteil an verwertbarem Eiweiß. Der Fettanteil der Kartoffel liegt bei lediglich 0,1 %. Cholesterinfrei ist sie außerdem und somit all denen besonders zu empfehlen, die ihre Fettbilanz aus gesundheitlichen Gründen im Auge behalten müssen.
Vitamine
Kartoffeln sind besonders reich an den Vitaminen B1, B2 und C. Schon 250 Gramm, das sind 3 bis 4 mittelgroße Knollen, können den halben Tagesbedarf an Vitamin C decken. Der Vitamin C-Gehalt nimmt jedoch im Laufe der Lagerung langsam ab. Unter den Mineralstoffen ist besonders das Kalium, Magnesium, Eisen und Phosphor hervorzuheben.
Wenig Kalorien
Ganz zu Unrecht werden Kartoffeln als Dickmacher bezeichnet. 100 g enthalten nur 68 kcal, dick machen allein fette Beilagen wie Sahnesoße oder fettes Eisbein.

Damit die wertvollen Inhaltsstoffe der Kartoffeln erhalten bleiben, kommt es auf eine optimale Lagerung und schonende Zubereitung an. Man sollte sie:
 
  • möglichst mit der Schale garen,
  • erst kurz vor dem Garen schälen,
  • in wenig Wasser garen oder im Siebeinsatz dämpfen,
  • beim Braten oder Frittieren immer in heißes Fett geben,
  • erst unmittelbar vor dem Verzehr zubereiten,
  • nur kurz warmhalten.

Für jedes Rezept der richtige Kochtyp
Kartoffeln gibt es in verschiedenen Sorten und Typen. Abhängig von der Art des Gerichts ist es wichtig, den passenden Kartoffeltyp zu wählen.

Typ „festkochend“
Eignet sich besonders für Salate, Salz-, Pell- oder Bratkartoffeln. Die Kartoffeln springen beim Kochen nicht auf, bleiben fest, feinkörnig und feucht.

Typ „vorwiegend festkochend“
Ist besonders zur Herstellung von Rösti und Pommes frites geeignet. Kann auch als Salz- und Pellkartoffel oder für Grillkartoffeln sowie für Gerichte mit Soßen oder Dips verwendet werden. Die Kartoffel springt beim Kochen nur leicht auf und ist mäßig feucht.

Typ „mehligkochend“
Eignet sich für Eintöpfe, Suppen, Kartoffelpüree, Reibekuchen, Klöße und Kroketten. Die Kartoffel ist grobkörnig und hat eine trockene Struktur.

Im Handel werden ganzjährig heimische Kartoffelsorten angeboten:

Sehr frühe Sorten (ab Ende Mai / Anfang Juni)
... sind eine besondere Gaumenfreude. Die zarte Schale kann mitgegessen werden. Diese Sorten sollte man nicht einkellern, weil sie empfindlich sind und ihre guten Speiseeigenschaften schnell verlieren.

Frühe Sorten (ab Juli bis Mitte August)
... haben auch eine zarte Schale, können aber bis zum Herbst gelagert werden.

Mittelfrühe Sorten (Mitte August bis Ende September)
... und eine weitere Anzahl hochgeschätzter Sorten kommen jetzt auf den Markt. Diese Sorten lassen sich gut einkellern.

Mittelspäte bis sehr späte Sorten (ab September)
... eignen sich ebenfalls gut zur Einkellerung.

In vielen Bauernläden oder auf den Wochenmärkten der Region finden Sie das ganze Jahr über diverse Kartoffelsorten.

Quelle: Landwirtschaftskammer NRW