Saisonkalender - heimische Produkte im Winter

Gesundes Gemüse: Rotkohl Schon lange haben Kohl & Co. ihr „angestaubtes“ Image verloren. Mit etwas Kreativität lassen sich aus dem heimischem Wintergemüse leckere Gerichte zaubern. Gesundheit inklusive, denn Kohlsorten haben einen hohen Gehalt an Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen. Sie helfen uns dabei, die kalte Jahreszeit gut zu überstehen. Verschiedene Kohlsorten und anderes Gemüse und Obst aus der Region erhalten Sie auf den lokalen Wochenmärkten oder in den vielen Bauernhofläden,

 

Heimische Produkte im Winter:

Dezember:
Äpfel
Birnen
Chicorée
Feldsalat
Grünkohl
Knollensellerie
Möhren
Porree
Quitten
Rosenkohl
Rote Beete
Rotkohl
Schwarzwurzeln
Steckrüben
Weißkohl
Wirsing
Januar:
Äpfel
Birnen
Chicorée
Feldsalat
Grünkohl
Knollensellerie
Porree
Rosenkohl
Rote Beete
Rotkohl
Schwarzwurzeln
Steckrüben
Weißkohl
Wirsing
Februar:
Äpfel
Birnen
Chicorée
Feldsalat
Grünkohl
Knollensellerie
Porree
Rosenkohl
Rote Beete
Rotkohl
Schwarzwurzeln
Steckrüben
Weißkohl
Wirsing
 

Foto: pixabay.com

Weihnachten ohne Tierleid

Zum Weihnachtsfest kommt in vielen Familien ein Gänsebraten auf den Tisch. Doch Vorsicht! Viele der im Handel erhältlichen Gänse haben ein qualvolles Leben hinter sich. Wer tierfreundlich einkaufen will, sollte sich vorab gut informieren. Landwirte in der Region geben gerne Auskunft.

In vielen Familien darf ein Gänsebraten an Weihnachten nicht fehlen. Der Handel hat sich darauf eingestellt und lockt besonders jetzt, in der kalten Jahreszeit, mit günstigen Angeboten.

Gänsebraten sollte aus tiergerechter Haltung stammenBillig ist nicht gleich gut
Wenn es um tierische Nahrungsmittel geht, ist billig selten gut. 80 % der im deutschen Handel angebotenen Gänse stammen aus Polen, Ungarn und teils auch aus Tschechien*. Bevor die Tiere tiefgekühlt in unseren Truhen landen, haben sie größtenteils ein qualvolles Leben hinter sich. Die meisten Gänse stammen aus der intensiven Tierhaltung und das bedeutet: Enge Käfige ohne jegliche Möglichkeit für artgerechtes Verhalten. Vielfach können die Tiere nicht einmal stehen. Völlig überzüchtete Rassen werden unter grausamen Bedingungen gemästet und vor ihrer Tötung durch halb Europa gekarrt.
 
Irreführung der Verbraucher
Um die grausame Wirklichkeit zu verschleiern, werden Gänse aus der Intensivzucht im Handel oft unter irreführenden Bezeichnungen angeboten. Floskeln wie „Gutes vom Bauernhof“ oder „Landkorngans“ sollen dem Verbraucher eine artgerechte Haltung suggerieren - ebenso wie aufgedruckte Bilder von ländlicher Bauernhofidylle.
 
Stopfleber und Daunen
Um neben dem Fleisch auch noch Stopfleber zu gewinnen, wird den Gänsen in einigen Ländern dreimal täglich eine riesige Menge Futterbrei über einen Schlauch direkt in den Magen gepumpt. Diese grausame Prozedur erfolgt zumeist maschinell. Nicht nur Magen und Speiseröhre der Tiere werden dabei anormal erweitert. Auch können Speiseröhre und Schnabel schmerzhaft verletzt werden.
Als ob dies schon nicht genug wäre, werden vielen Gänsen lebendig die Federn vom Leib gerupft - für unsereGänse brauchen Auslauf wärmenden Daunenjacken und Bettdecken. „Lebendrupf“ nennt man diese Prozedur, die entweder maschinell oder von Hand erfolgt. Unterschieden wird zwischen „Rupfen“ und „Raufen“. Ersteres ist in Deutschland verboten und bezeichnet das Herausreißen von fest in der Haut verankerten Federn und Daunen. Beim „Raufen“ handelt es sich um das Entnehmen loser Federn während der Mauser. Diese Prozedur ist zwar erlaubt, dennoch gibt es keine Garantie, dass alle Tiere genau zum richtigen Zeitpunkt, also dann wenn die Federn wirklich locker sitzen, gerauft werden.
Die qualvolle Stopfleberproduktion ist in Deutschland verboten, der Import von Stopfleber und Fleisch sowie Federn der derart gequälten Tiere ist jedoch erlaubt.
 
Der tierfreundliche Einkauf
In Deutschland werden Gänse meist im Freiland gehalten und damit im Vergleich zu anderen landwirtschaftlich gehaltenen Tieren verhältnismäßig tiergerecht. Wer zu St. Martin nicht auf Gänsebraten verzichten will, sollte daher genau auf Herkunft und Haltung der Tiere achten. Auch Bezeichnungen wie „Auslaufhaltung“, „Bäuerliche Auslaufhaltung“, „Bio-„ oder “Ökogans“ helfen dem Tierfreund beim Einkauf. Hierbei nämlich handelt es sich um gesetzlich geschützte Kennzeichnungen, die für eine tiergerechte Haltung mit Auslauf stehen. Auch Landwirte in unserer Region bieten in der Weihnachtszeit - oder auch vor St. Martin - Gänse an, teils sogar aus eigener Haltung. Dort kann man sich vor Ort selbst von einer artgerechten Haltung der Tiere überzeugen.
 
*Quelle: Deutscher Tierschutzbund e.V.
Foto rechts: Pixabay
 

Besser aus der Region - besser für uns alle!

Frische Erdbeeren im Dezember, Spargel bereits im Februar und junge Kartoffeln aus Ägypten? Wir haben uns daran gewöhnt die meisten Lebensmittel das ganze Jahr frisch in den Supermärkten zu bekommen. „Frisch“? Wann müssen Erdbeeren aus Südafrika gepflügt werden, damit sie rot auf unseren Tellern liegen? Wie frisch ist Spargel aus Mittelamerika?

Pestizide auf dem Obst, überdüngte Böden und Fleisch aus unvorstellbarer Tierhaltung. Das Vertrauen in die Produzenten von Fleisch, Obst und Gemüse ist vielfach verloren gegangen.

Das muss alles nicht sein! Viele gute Lebensmittel werden in der Region hergestellt, im Kreis Düren und der Eifel. Von Menschen, die wir kennen und die mit unserem Boden verwurzelt sind. In Hofläden oder auf den Wochenmärkten vermarkten sie selber, was sie anbauen. Regionale Vermarktung nennt man das und die tut uns allen gut. Sicher: Dann haben Obst und Gemüse eine Saison und kommen danach aus der Tiefkühltruhe oder dem Glas. Dass dies viele Vorteile hat, davon berichtet diese Internetseite. Wir wünschen Ihnen viel Freude hier.

Marktstand in Düren Spargel Gurken aus Buir
Fotos: Deutscher Tierschutzverlag (2),Foto Mitte: Katharina Scherer/pixelio.de

Kampagne "5 am Tag" – Gesund leben mit Obst und Gemüse

Seit Mai 2000 setzt sich der Verein „5 am Tag“ e.V. dafür ein, dass die Menschen mehr Obst und Gemüse essen. Die gleichnamige Kampagne, die unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Gesundheit und des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft läuft, soll zeigen, wie wichtig der Verzehr von Obst und Gemüse für unsere Gesundheit ist.

Leckeres Gemüse

Ernährungsexperten und wissenschaftliche Studien haben es bewiesen: fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag wirken sich positiv auf unsere Gesundheit aus. Denn wer täglich zwei Portionen Obst und drei Portionen Gemüse zu sich nimmt, versorgt seinen Körper nicht nur mit wichtigen Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen. Die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe stärken zudem unsere Abwehrkräfte und wirken sich positiv auf unser gesamtes Wohlbefinden aus. Darüber hinaus schützt der regelmäßige Verzehr von Obst und Gemüse vor so genannten Zivilisationskrankheiten wie Herz- Kreislauf Erkrankungen, Schlaganfall und Bluthochdruck. Aber Obst und Gemüse ist nicht nur gesund, es schmeckt vor allem lecker und am besten dann, wenn es knackig-frisch auf den Teller kommt.

Tun Sie also etwas für Ihre Gesundheit- mit landfrischen Produkten aus der Region! Ob Erdbeeren oder Spargel im Sommer, Äpfel und Birnen im Herbst oder Grünkohl im Winter: im Wechsel der Jahreszeiten hält unsere Heimat eine große Vielfalt an Obst und Gemüse bereit. Voll ausgereift, aromatisch und voller Vitamine und Nährstoffe, bietet es uns alles, was für unser Wohlbefinden wichtig ist.

Mehr Informationen zur Kampagne „5 am Tag“ unter
Obstkorb

Fotos: Gemüse: Marianne J./ pixelio.de; Obst: Birgit H./ pixelio.de

Gutes aus der Region

Ob Obst und Gemüse, Eier, Milch, Fleisch oder Fisch. Im Kreis Düren können wir auf vielerlei regionale Produkte zurückgreifen. Bei uns wird Gutes und Leckeres produziert. Und die Vorteile liegen auf der Hand:

FeldarbeitKuh und KälberSchaf mit Lamm
  • den Verbrauchern stehen voll ausgereifte, frische und gesunde Lebensmittel zur Verfügung
  • umweltgerecht erzeugt – und nur wenige Kilometer transportiert. Das schont Ressourcen und Umwelt.
  • Saisonale und regional erzeugte Produkte sind oft günstig im Preis
  • Fleisch und Wurst stammen aus bäuerlicher Landwirtschaft und nicht aus anonymen Tierfabriken
  • Die bäuerliche Kulturlandschaft wird vielfältig genutzt und bleibt als Lebensraum für Pflanzen und Tiere und als Naherholungsraum erhalten.
  • Arbeitsplätze in der Landwirtschaft sowie im Handwerk im Kreis Düren werden erhalten, neue Produkte und Arbeitsplätze können bei uns entstehen.
  • Bäuerliche Betriebe werden erhalten und direkt vom Kunden bezahlt, dadurch sinkt die Notwendigkeit von Subventionen
  • Natur- und tierschonende Produktionsverfahren werden gefördert.
  • Die regionale Identität wird gestärkt. Es entsteht ein Wir-Gefühl, welches auch dazu führt, dass angemessene Preise für gute Arbeit akzeptiert werden. Daraus entstehen Impulse für Innovationen in vielen Bereichen.